In Wipperfürth konnten wir uns leider nur mit dem Kreismeisterschaftstitel und einem 3. Platz mit einer Wertnote von 5.280 zufrieden geben, da wir nicht, wie in Mettmann, so eine Hammer Pflicht hinlegen konnten, aber dafür eine sehr gute, fast fehlerlose Kür.
Unser Carino war leider auch ein bisschen schläfrig (hat sich dem Team wohl angepasst) aber man muss auch sagen, dass es sehr warm war. Unsere Galopp- Schritt Gruppe ist ebenfalls gestartet und hat den 3. Platzt belegt und ist Vize Kreismeister geworden. Dadurch waren die Fans, die uns anfeuerten, auch eine Ecke mehr als sonst. An dieser Stelle Danke für den Beistand!
Am 21.5 ist die nächste Chance! Da sind wir wieder wir und hauen alle weg ;)
Jeder kann ja mal ein schlechten Tag haben. Die Hauptsache ist, dass wir eins nicht vergessen:
wir sind eine Mannschaft, ein Team, wie eine große Familie!
Muttergefühle 02.05.2011
Jeder weiß im Grunde wie sehr ich „meine Kinder“ (alle meine Voltis egal in welcher Gruppe) liebe.
Sicherlich kommt auch bei mir, wenn auch selten, der Zeitpunkt das ich jemanden an die Wand nageln könnte, nach Tsatirkistan verwünsche oder den absoluten Wutanfall kriege.
Aber spätestens wenn ich das gerade gedacht oder ausgesprochen habe es das Kind wieder mein Schnukiputzi.
Aber natürlich ist eins meiner Voltikinder mein ganz besonderes Schatzilein. Jeder Trainer hat seinen absoluten Liebling, auch wenn´s natürlich keiner zugibt. Wer das bei mir ist?
Natürlich mein eigen Fleisch und Blut – Mein Sohn Nick Leon.
Na jedenfalls war Nick nach über einem Jahr bei Mama mit Oma und Opa an die See gereist.
(Das letzte Mal davor als ich – notgedrungen – zum Tainer B- Schein Ostern 2010 mit Inga in Stuttgart war)
Seit Ostersonntag abends vergoss ich jeden Abend ein paar echte oder gedachte Tränen.
Zunächst weil mein Sohn nach vielen Fragen – ob er denn mit wolle – kurz vor der Abreise dann doch lieber bei Mama bleiben wollte. **Mama** weiß schon was gut für dich ist. Fahr mal mit Kind. Tränen auf beiden Seiten.
Auch wenn ich es eigentlich gar nicht wollte. Es ist halt wichtig. Wichtig fürs Kind, mit Oma und Opa zu fahren, Urlaub machen zu können, auch mal ohne Mama und Papa und auch für Mama ist es ein Lernprozess und letztlich auch ein paar Tage Ruhe genießen zu können.
Am nächsten Morgen dann das erste Telefonat. Mein Kind war glücklich dort zu sein und ich hatte ein unendlich schlechtes Gewissen ihn quasi überredet/überlistet zu haben mitzufahren und aufgrund dessen keine Chance auf einen ordentlichen Abschied gehabt zu haben.
Außerdem vermisste ich ihn sehr schmerzlich.
Das Telefonieren stellte sich während der ganzen Woche schon nicht als so ganz einfach heraus.
Ich hatte mit den Großeltern vereinbart dass wir nur morgens telefonieren.
Erstens – weil Sie besser erreichbar sind und
Zweitens – weil ich dort auf ein gerade frisch erwachtes Kind treffe, eines das nur so strotz von Rad fahren – Muscheln suchen – Sandburg bauen und und und und. Eben halt alles andere als an die Mama zu denken und zu weinen.
ACHJA – Mit Nick hatte ich schon im Vorfeld vereinbart – wenn er 3 Tage am Stück weint komme ich rauf und hole ihn heim.
Mein Sohn hatte dann wahrhaftig bei diesem einzigen Telefonat am Tag keine Zeit/Lust mit seiner Mutter zu sprechen. Spätestens nach der 3.ten meiner Fragen, die er immer nur mit JAAAA beantwortete, legte er einfach auf.
Ehrlich … es war eine echt grausame Woche.
Am Samstag, späten Abend, nach dem Turnier in Wipperfürth sollte die Sache dann endlich ein Ende haben.
Doch schon bei der Siegerehrung auf dem Platz stehend und von geschätzten 200 Augenpaaren anguckend verspürte ich diese Nähe die nur eine Mutter zu ihrem Kind hat.
Oder war es doch mehr der Wunsch? Durch die Menge guckend; das Kind suchend.
NICHTS.
Erneut guckend, suchend, wieder zurück. Nichts.
Jetzt wieder der Ehrung widmen. Da, den Ruf meiner Mutter kenne ich und endlich ….
Endlich sah ich mein Kind zwischen den Zuschauern. Von da an war ich hin und her gerissen.
Die Anspannung machte sich in Form von Tränen in meinem Gesicht breit. Qualvolle 7 Tage, fast 170 Stunden, über 10.000 Minuten und über 600.000 Sekunden gehen zu Ende.
Was mache ich? Bleibe ich bei der L? Kathrin stand ja eh bei den Kleinen. Kann ich die L alleine lassen. Werden ja nur noch zum Kreismeister geehrt. Scheißegal.
Ich will jetzt S O F O R T zu meinem Jungen. Ich laufe, ich laufe und laufe. Quer über den Platz, durch die Zuschauer, schmeiße mich auf die Knie und nehme meinen Sohn in den Arm.
Nie zuvor war ich so glücklich mein Kind im Arm zu halten. Er hielt inne und genoss den Moment mit Mama. Die Augen waren geschlossen.
Nur für einen kurzen Moment öffnete ich Sie und nahm die Tränen in den Augen der Mütter um mich herum war.
Die Eltern von Lena und Jule Markus bedankten sich nach der Ehrung wie immer bei mir und betonten das die Schönste Geste an diesem Tag die Zusammenführung von Mutter und Kind gewesen sei.
Ach …. Herrlich – Endlich ist es wieder da. Mein Schatzilein.
B. Busch